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operativ behandeltes hinteres Tarsaltunnelsyndrom - Geschichte und Erfolgsaussichten

archenoah
· Erstellt am 23.02.2020 · Update 24.02.2021

Hallo zusammen!

Zufällig habe ich dieses Forum gefunden und wende mich diesbezüglich an die Fachleute bzw. Gleichgesinnte.

Nach langer Odyssee (fast 2 Jahre!), unzähligen Arztbesuchen, viel Bildgebung, unterschiedlicher Meinungen wurde ich vor kurzem am Fuß auf Grund eines hinteren Tarsaltunnelsyndroms, kurz TTS (gilt als Pendant zum Karpaltunnelsyndrom) operiert, und deswegen habe ich mir hier erlaubt, im Forum "Karpaltunnelsyndrom" mein Anliegen zu schildern. Ich habe in den letzen Jahren und Monaten leider die Erfahrungen machen müssen, dass sich sehr wenige mit dem TTS auskennen!

Das Tarsaltunnelsyndrom war durch Sonografie, MRT, und EMG und NLG verifiziert. Die Entscheidung zur OP fiel deswegen, weil es ein 2jähriger Leidensweg schon war, ich beruflich sehr viel auf den Beinen bin, und konservative Maßnahmen keinen Erfolg gebracht hatten.

Operiert hat mich vor gut einem Monat ein ausgezeichneter Operateur mit Erfahrungen bei Nervenkompressionssyndromen. Ich hatte und habe ein gutes Gefühl bei diesem Arzt und bin froh, dass mir dieser Arzt empfohlen wurde!

Meine Beschwerden waren am Fuß, oftmals war ein - ich beschreibe es - als komisches Gefühl im äußeren Fußrand - Bereich Zehe 2-5, ein Ziehen. Oder aber Belastungsschmerz am Kleinzehenballen.

Einfach ein unangenehmes Ziehen am lateralen Fußrand, das mal mehr- und mal weniger da war. Nie ist der Fuß eingeschlafen oder war taub. Vielleicht 2-3 Mal komisch gekribbelt, aber gut, das wars auch schon. Vordergründig war das "Ziehen", und komische Gefühl am lateralen Fußrand, am Kleinzehenballen.

Sporadisch ist mir auch vorgekommen, es hält jemand die Hand um den Vorfuß. Die andere Seite war und ist beschwerdefrei.

Nach langem hin- und her stellte man mir dann mal per Nervenultraschall die Diagnose des hinteren Tarsaltunnelsyndroms. In der Nervensonografie konnte man sehen, dass der Nervus tibialis war auf einer Länge von 3cm deutlich verdickt war. Auch eine atypische Arterie war im Tarsaltunnel. Und in den MRTs hat man das auch schon gesehen, aber leider war in den MRT-Befunden nie die Rede von dieser Nervenkompression oder von dementsprechenden Auffälligkeiten.

  • Frage: Im Ultraschall sah man auch, dass der Musculus Digiti Minimi (Fuß) schon atrophiert war, meines Wissens wird ja der Digiti Minimi auch vom Nervus tibialis versorgt, oder?

Nach der Operation, welche in Vollnarkose durchgeführt wurde, bilde ich mir ein, sofort dieses "freie" Gefühl am äußeren Fußrand gemerkt zu haben. Es folgte eine Teilbelastung auf Krücken für 2,5 Wochen. Fäden wurden nach 14 Tagen entfernt.

Jetzt, ein Monat nach der Operation merkt man zwar, dass die Narbe mehr und mehr verheilt, die Schwellung auch mehr und mehr zurück geht, und die Blaufärbung der Haut, die Hämatome zunehmend verschwinden.

  • Frage: Aber der Schnitt ist ja genau in diesem Bereich, wo auch ein Straßenschuh "abschließt", ich merke bei zunehmender Belastung, dass der operierte Bereich sehr weh tut, und wenn ich zuviel auf den Beinen bin, kommt mir vor, dass der Bereich wieder etwas anschwillt und der Bereich um die Narbe roter wird. Ist das normal?

  • Frage: Wie lange dauert es bis ich wieder ordentlich laufen kann? Mir kommt vor, dass durch die OP nicht nur der Sprunggelenks-Bereich beleidigt ist, sondern der "ganze Fuß".

Derzeit funktionieren nur weiche Schuhe, weich sowohl vom "Schaft" als auch von der Sohle. Auch kommt mir vor, dass der "Vorfuss" extrem empfindlich ist. Die anfänglichen Fersenschmerzen (nach der OP) haben sich fast zur Gänze aufgelöst.

Ich habe ja weiter oben schon geschrieben, dass man im Nervenultraschall man sehen konnte, dass neben der Verdickung des Nerv. Tibialis im Tarsaltunnel und der atypischen Arterie der Musc. Dig. Minimi athropiert ist. Genauer gesagt ist im Befund die Rede von ... "auffallend ist allerdings eine Volumensminderung des Musculus abductor digiti minimi".

  • Frage: Korreliert das mit meinen vor der Operation geäußerten Beschwerden, und passt das auch noch zu meinem aktuellen Befinden, dass der Vorfuss - der Vorfussballen, Kleinzehenballen noch extrem empfindlich sind? Mir kommt vor, dass da seit der Operation noch weniger Muskeln sind.

  • Frage: Wie lange wird es in etwa dauern, bis man sagen kann, die Operation war erfolgreich oder nicht? Bwz. gibt sich das noch, mit den Beschwerden am Vorfuß, ich kann mittlerweile fast schon normal gehen, noch nicht lange Wegstrecken, aber der Vorfuß (dieser Bereich der vorher schon die Beschwerden gemacht hat), macht immer noch Beschwerden und ist empfindlich.

  • Frage: Witzigerweise tut die Narbe wenig weh, ich merke das Operationsgebiet nur nach langem Gehen. Merklich Probleme macht mir der Vorfuss, das Auftreten noch immer. Ist das normal?

Wenn der Arzt, der mich operiert hat, das liest, herzlichen Dank nochmal für die Operation, und danke fürs ernst nehmen der Beschwerden! Bisher bin ich sehr zufrieden.

Hätte hier gerne eine Meinung von den anderen.

-> Anbei 3 Fotos das meinen Fuß zeigt mit den "Schmerzpunkten", da wo ich dieses ziehende Gefühl hatte bzw. den Belastungsschmerz am Kleinzehenballen bzw. Foto Bereich Messung EMG.

-> Anbei ein Foto das den Fuß post-OP nach 28 Tagen zeigt.


Wenn andere User hier Erfahrungen zum Tarsaltunnelsyndrom haben, würde ich mich über eine rege Diskussion sehr freuen.

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3 Kommentare

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  • Heike1003813
    24.02.2021

    Auch ich bin am Tarsaltunnel operiert...und hätte gern gewusst wie lange es bei euch gedauert hat und ob ihr ein Medikament genommen habt ....

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  • Heike1003813
    24.02.2021

    Hallo ihr lieben.....auch ich bin am Tarsaltunnel operiert worden und kann nach 3 Mpnaten noch nicht schmerzfrei laufen.....kann mir hier jemand sagen wie lange dass noch dauern wird und vielleicht einen Tipp zur schnelleren Heilung empfehlen kann ?

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  • archenoah
    2.03.2020

    Hat denn kein Spezialist eine Antwort dazu?

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